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20 Jahre Hospizverein St. Stefan ob Stainz

„Ich kann nicht bleiben“, sagte der Glücksmoment, „aber ich lasse Dir eine Erinnerung im Herzen“!

Im „Zentrum der Kultur und Bildung“ – im „Stieglerhaus“- wurden die Gäste vom Singkreis St. Stefan unter Obfrau Monika Halbwirth und  Chorleiter Leonhard Stampler mit einem „I han di gern“ zum Jubiläumsabend am 22. September empfangen.

Dem Hospizpaten des Bezirkes  BH HR Dr. Helmuth Theobald Müller war es vorbehalten als perfektem Moderator der Feierstunden,   Ehrengäste, wie Pfarrer Kan. Friedrich Trstenjak, Hausherrn Bgm Stephan Oswald, Nachbarbürgermeister GdeBundObmann  Josef Niggas, Lannach, Bgm HR Mag. Josef Wallner, Dlbg, AltBgm ÖkRat Franz Ninaus vom Hospizteam Steiermark die Stv Obfrau Ute Dolnicar, GF Hospizverein Stmk Mag. Sabine Janouschek, Vorstandsmitglied Andrea Strimitzer vom Team Ausseerland,  den „Supervisionär“ und in St. Stefan „Altbekannten“ sowie ob seiner Verdienste auch mit dem Gemeindeehrenzeichen St. Stefans ausgezeichneten  Paul Benedek, aber vor allem die Gründerin der Hospizbewegung St. Stefan Lore Oberbichler, deren Nachfolgerin Maria Moser und die jetzige Leiterin Ruth Mayer sowie  auch Vertreterinnen von Leoben bis Weiz und Deutschlandsberg zu begrüßen Der größte Willkommensgruß galt aber den 17 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Hospizbewegung von St. Stefan. 

Den Weg des Hospizteams von der Gründung bis heute  konnte zunächst rückschaumäßig Gründungsmitglied Maria Moser, die den Weg der Entstehung der Betreuungsgruppe bis zur „Herauslösung“ aus dieser zur Hospizbewegung nachvollziehen konnte. Die St. Stefaner Ärztin Dr. Camilla Friedrich konnte damals mit Koordinatorin Frieda Klug 20 Freiwillige finden, die sich zu Betreuungsgruppe St. Stefan zusammentaten. Sukzessive steigende Anfragen und vor allem die Gesetzesnovellierungen machten eine Vereinsgründung notwendig, der als Obfrau Lore Oberbichler vorstand, die meinte: „ Wir müssen etwas ändern, dass die betreuungsbedürftigen Menschen zu Hause betreut werden können“! Der frisch geschaffene Pflegehilfsmittelverleih konnte zunächst die Möglichkeit schaffen, die Menschen zu unterstützen, die zu Hause betreut bzw. sterben wollten. Im Sommer 1998 erfolgte die Gründung des Hospizvereines mit Lore Oberbichler und Maria Moser an der Spitze. Wichtig war und ist es für sie, die Gedanken des Miteinanders und Helfenwollens in die Menschen hineinzutragen- so in einer Art „Schneeballsystem“! Nach überaus erfolgreichen Jahren nahm 2006 Lore Oberbichler ihren Abschied und Maria Moser übernahm die Agenden bis 2013, in der sie zusätzlich eine offene Trauergruppe (2007)  gründete. Am Tag des 20. Jubiläums der Hospizbewegung St. Stefan nahm sie ihren Abschied von der Ortsgruppe, wird aber weiterhin in der Landeshospiz tätig sein.

Leiterin Ruth Mayer: „ Wir brauchen jeden, der uns hebt und hält“!  220.000.Stunden, 1.100 betreute Personen, 160.000 gefahrene Kilometer, 260 Menschen in der Trauergruppe betreut, Sternenkinder seit 3 Jahren , Zusammenarbeit mit dem Palliativ Team DL,  etc. stehen zu Buche in diesen Jahren. Und der Slogan: „Hospiz macht Schule“ soll auch in allen Schulen verbreitet werden. Sie dankte vor allem den beiden mit  St. Stefan untrennbar verbundenen Lore Oberbichler und Paul Benedek.Dazupassend intonierte der Singkreis „Das Feuer und Herz sowie das Rad der Zeit ….“

BH Dr. Müller meinte dazu, dass hier „die Botschaft für alle mitgegeben wurde und bestens umgesetzt werde“.

Für Bgm Oswald war es ein Faktum, dass vieles mehr an die Öffentlichkeit getragen werden sollte, um effizient helfen zu können. Er selbst hätte sich nie gedacht, dass die Hospizbewegung, die ihm doch noch etwas fremd war, so vieles an Betreuung in den letzten Minuten und auch der Betreuung von Angehörigen leiste. Für ihn ist es ebenso Maxime , „dem Sterben mehr Raum und Würde zu verleihen“.

Stv Obfrau Hospiz Stmk Ute Dolnicar verlas u. a. die Grußworte des Obmannes Dr. Pilz,  der die Entwicklung einer wunderbaren menschlichen Bewegung der Hospizbewegung St. Stefan mitempfunden hat und einen tief empfundenen Dank vor allem an Lore Oberbichler; Paul Benedek Dr. Erika Horn (+) , Maria Moser und Ruth Maier entsandte.

In den folgenden Lesungen von Ingeborg Maria Ortner – „Hoamat, mei Hoamat, i hob di so gern“ , oder „Ode an das Leben“ etc. bzw. Ingeborg Wölkart in  wunderbaren Gedichten – u. a.  an die Betreuung der alten Menschen kam nicht nur Gefühl hoch, sondern man sah – Gott sei Dank- vor allem, dass die Menschen stets eine „Ader für andere Menschen, die bedürftig sind“ haben.

Es folgten die Ehrungen an verdiente Mitarbeiterinnen, wie für 15 Jahre  Mitarbeit  Anita Kern, Maria Kleindienst, Anna Zach und Gunde Kerschbaumer  bzw. für mehr als 10 Jahre BH Dr. Helmut Theobald Müller, Angelika Reiterer-Steffan, und Beate Dimai sowie die Ernennung von Maria Moser zum Ehrenmitglied der Hospizbewegung St. Stefan schlossen die offizielle „Geburtstagsfeier“ ab, ehe man zum gemütlich-kulinarischen  Teil überging.

Text und Bilder: Alois Rumpf