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Dir. Jochum wurde in den Ruhestand „begleitet“

Der Wunsch von Pflichtschulinspektorin RR Helene Pilko „Alt werden und jung bleiben“ oder die „Beschwerde“ von Dirin Jutta Nikodem-Eichenhardt „Hättest Du als mein Vorgänger nicht so gute Arbeit  geleistet , hätte ich einen leichteren Start “ war u. a. signifikant für die Abschiedszeremonie anlässlich des Übertritts in den Ruhestand (01 10 2017) von VSDir Manfred Jochum am Freitag, 6. Oktober und man merkte aus allen Laudationes  die Ehrlichkeit für das „Sonntagskind“ Manfred Jochum heraus.

„Ein Mann, der auf mathematischen Grundsätzen setzte- von Schullogo, der Einführung von Vollbrotweckerl bis zur Installierung von Integrationsklassen, von Wogen glätten bis zum Vorantreiben der Entwicklung“, so hieß es u. a. von Inspektorin Pilko.

Für den Schüler Augustin, der den Festreigen  derart perfekt und „cool“ moderierte, war es ein Vergnügen, die Festgäste willkommen zu heißen und die Redner bzw. Gratulanten aufzurufen bzw. das Programm zu kommentieren.

Mitten im Festsaal u. a. Dechant und Pfarrer KonsRat Friedrich Trstenjak, AltBgm ÖkRat Franz Ninaus, Schularzt Dr. Johann Deutschmann, die neue Direktorin der NMS Claudia Heuberger, ihr Vorgänger Stefan Klug,St. Stefan  und NMS Dir. i. R.  Peter Nöhrer,Stainz,   der Lehrkörper der NMS und VS St. Stefan, zahlreiche ehemalige Lehrer/Innen, die Vertreter des Elternvereines.  

Bgm Stephan Oswald war als Erster dran, der namens der Gemeinde St. Stefan und des fast vollzählig erschienenen Gemeindevorstandes- 1. VzBgm Viktor Konrad, 2. VzBgm Gernot Wagner, GdeVorstandsmitglied Peter Kainz waren anwesend- den Lebenslauf des jungen „(Un)-Ruhestandlers“ beleuchtete, der in seiner gesamten Zeit als Lehrer immer in St. Stefan war. Begonnen von seiner ersten Anstellung bis zur Nachfolge von Dir. Helfried Otto am 1. September 2002 war der geborene Greisdorfer bis auf wenige Wochen „Aushilfe“ immer in seinem Heimatort tätig.

Als HOL Manfred Jochum per Dekret vom LSR bzw. der Stmk. Landesregierung mit 1. September 2002 als Nachfolger von Dir. Helfried Otto zum neuen Direktor der Volksschule St. Stefan/Stainz bestellt wurde, war das für ihn nicht nur der momentane Zenit seiner beruflichen Laufbahn, sondern es schloss sich für ihn auch ein Kreis. Er kehrte – „back to the roods“- zu seinen ,,Wurzeln" -  als Lehrer zurück, denn seine berufliche Laufbahn begann ja im Jahre 1975 ebenso in derselben Volksschule, die seine erste Anstellung als Pädagogen  bedeutete.

Eine Kurzbiographie von ihm: Geboren am 9. Jänner 1955 in Greisdorf in seinem Heimathaus GH Jochum/ Fuchswirt; Geschwister Josefa , Siegfried und Anton.  Verh. seit 1977 mit Elizabeth geb. Lukas, Hochgrail,  Tochter Edith (1980), Sohn Gerd (1981) ; Schulbesuch VS Marhof, HS Stainz, BORG Dlbg. - damals noch Musisch Pädagogisches Realgymnasium -; Matura 1973, PADAK Eggenberg-Abschluss 1975. Nach einem Jahr VS St. Stefan wurde Manfred Jochum ,,von Amts wegen" an die HS St. Stefan berufen und unterrichtete dort bis zum letzten Schuljahr 2002 die Gegenstände Mathematik, Geometr. Zeichnen, Leibesübungen und Informatik. Sein besonderes Augenmerk galt - auch als Jugendwart des TC St. Stefan und exzellenter Tennisspieler ,,by himself' - natürlich der Tennisjugend, die er nicht nur in der Schülerliga, sondern darüber hinaus beim TC St. Stefan gerne betreute. Sein wohnliches Domizil hatte er zunächst seit dem Jahre 1980 in St. Stefan aufgeschlagen und zwar dort, wo einst das Volksschulgebäude von St. Stefan stand - nämlich im jetzigen ,,Arkadenhaus". Danach ist er ein echter „Sonnenhangler“ geworden.  Auch seine musikalische Ader ist vielen St. Stefanern bekannt, denn mit seinem wunderbaren Gitarrenspiel – kombiniert mit seinem Gesang - verstärkte er jahrelang die ,,In-Truppe" von St. Stefan- ,,Das Lebensgfyhl"! Der VS St. Stefan mit ihren rund 180 Schülern in 8 Klassen - unterrichtet von gesamt 15 Lehrern –verlieh  er mehr Buntheit – auch nach außen - unter dem Motto ,,Offene Schule für Eltern, Wohlfühlen für alle" , wobei er natürlich auf seinem erfahrenen und engagierten Lehrkörper aufbauen konnte. Schwerpunkte wie die Fächer Lesen/Schreiben/Rechnen waren  ebenso fixiert, wie für ihn auch der Leitspruch galt, ,Was du verändern willst, verändere gleich"!. Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen war  für ihn ebenso ein Fixum, wie ihm auch die Verbesserung der bisher guten Zusammenarbeit mit der HS/NMS  - no na- als ehemaligem 26 Jahre langen HS-Lehrer – stets am Herzen lag.

U. a. konnte man von der neuen Direktorin  vernehmen: „ Neben deinem Hobby, dem Gitarrespielen – du hattest nicht umsonst den Spitznamen „Paco“ – hat es dir die Vogelkunde besonders angetan. Sei es jetzt, dass du bei den Kinderkunsttagen mit den Kindern, ausgestattet mit besten Feldstechern, Vogelsichtungen mit tatkräftiger Unterstützung von unserem Schulwart Herrn Gottfried Hohl, gemacht hast. Oder du hast auch Vogelbilder vor deinem Konferenzzimmer aufgehängt und daraus ein Quiz für die Kinder gemacht.  Du konntest die Kinder dafür immer richtig begeistern – das Leuchten in ihren Augen war und ist der beste Beweis! Das Wohl der Kinder stand bei dir sowieso immer im Mittelpunkt – Kinder ernst zu nehmen und mit ihnen in die Tiefen des mathematischen Universums einzutauchen, zeichneten dich aus.“

Ein Kuriosum war es, dass  zwei ehemalige Greisdorfer, die zusammen die HS und das BORG sowie die PADAK besuchten  und beide seit dem Jahre 1980 im Schulort St. Stefan ansässig sind, die Volksschule und die Hauptschule/NMS  St. Stefan einerseits Manfred Jochum und anderseits Stefan Klug die Leitungen der Schulen  innehatten und gemeinsam im Jahre 2017   in den wohlverdienten Ruhestand gleiten!

Dirin Jutta Nikodem-Eichenhardt brachte es auf den Punkt:  „Wir vermissen dich und hättest deine Arbeit nicht ein bisserl schlechter machen können? Ich tät mir um einiges leichter“!!!

Gefühlvoll und bestens choreographiert wurde dem scheidenden VS-Direktor ein Programm angeboten, an das er sich sicher gerne zurückerinnern wird. Über ein „Englisches Spiel“ ging es zur Aufführung der „Vogelhochzeit“ , bei der es am Ende hieß „Wir wünschen eine schöne Pension und viel Gesundheit sei der Lohn! Firallalla…“ Die  Dankesworte der Kinder – die ihm mit seiner Gattin eine Bank zum „Relaxen“  schenkten- des Elternvereines , Pflichtschulinspektorin Helene Pilko,   Bgm Stephan Oswald und schließlich der neuen Schulleiterin Jutta Nikodem-Eichenhardt , leiteten in  ein -durch Elternverein und Eltern reichlich gedecktes Buffet- mit zahlreichen Spenden von den Weinbauern und RIBES versehen-  über, in dessen Rahmen noch so manches Gespräch stattfand. Alles Gute im Ruhestand!

Text und Bilder: Alois Rumpf