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„Unsere Wirbelsäule“-Stieglerhaus erstmals „ausverkauft“

Bei freiem Eintritt und einem ausgiebigen "Willkommens-Buffet“ -gesponsert vom Krainerhof St. Stefan-  war  am Freitag, 22. September  beim  Pureté Apotheke, St. Stefan,  veranstalteten Vortragsabend alsbald das Schild „ausverkauft“ angebracht.  Unter den Gästen befanden sich  auch Vorstandsvorsitzender der Stieglerhaus-Stiftung Prof Mag. August Schmölzer und Leiterin Maga Katharina   Zotter anwesend. 

Nach der Begrüßung und den einleitenden Worten durch Maga. Pharm. Karoline Klampfl- die sogar einigen Interessierten aus Platzmangel absagen musste-  ging Dr. med. Priv. Doz. Gunther Windisch gleich „in medias res“.

Zu Dr. Windisch , dem ausgezeichnete Kritiken vorauseilen sei eine Antwort stellvertretend für viele angeführt sein.  „Dr. Windisch vereint fachliche Kompetenz mit menschlichem Umgang mit PatientInnen. Nach einem detaillierten Anamnese Gespräch kann er gezielt auf individuelle Beschwerden eingehen und erklärt seine Vorgangsweise auch anschaulich. Kurzum: Ein Arzt, der Fachwissen, menschliches Einfühlungsvermögen und das Wissen um geeignete Behandlungsmethoden vereint usw.“ Seine Ordination befindet sich in der Ragnitzerstraße 148/1/2 in Ragnitz.

Zu Beginn erläuterte er auch für Laien sehr verständlich den komplexen Aufbau unserer Wirbelsäule (Halswirbel beginnend mit dem Atlas, Brustwirbel, Lendenwirbel, Kreuzbein, Steißbein, Bandscheiben, Knochenmark, Nervengeflecht).

Hauptthema: Bandscheiben:

Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern. Aufgaben der Bandscheiben sind das Abdämpfen von Stößen und Erschütterungen sowie die bewegliche Verbindung der einzelnen Wirbel miteinander. Sie bestehen aus einem gallertartigen, weichen Kern und einem etwas festeren, äußeren, elastischen Ring. Bandscheiben müssen  regelmäßig Flüssigkeit aufnehmen, damit sie ihre Elastizität behalten. Das können sie aber nur, wenn sich der Mensch bewegt. Durch Bewegung wird die Bandscheibe be- und dann wieder entlastet. So wird Flüssigkeit in die Bandscheibe „eingearbeitet“.

Bandscheibenprobleme:

Es ist ein normaler Prozess, dass im Laufe des Lebens (bereits im Kindesalter möglich) Risse im Bandscheibenring entstehen (keine Schmerzen, werden nicht wahrgenommen). Reißt allerdings die Bandscheibendeckplatte, quellen Teile des gallertartigen Kerns nach draußen. Man spricht von einem Bandscheibenvorfall. Oft sind Bandscheibenvorfälle schmerzlos und bleiben  unbemerkt. Erst wenn diese Masse Nervenbahnen berührt, entstehen massive Entzündungsvorgänge, die die starken Schmerzen verursachen. Deckplattenrupturen können durch Niesen, Husten,  Heben schwerer Lasten etc. passieren.

„Grundsätzlich ist die „Qualität“ unserer Wirbelsäule uns in die Wiege gelegt (Vererbung).Wir müssen lernen, damit richtig umzugehen. Dazu gehört das richtige Maß an Bewegung (Kompression der Bandscheiben) und Entlastung im Wechsel, wodurch der Zellstoffwechsel angeregt wird“, so u. a. Dr. Windisch.

Ihm  gelang es durch den Einwurf von Pointen das Publikum zwei  Stunden lang zu fesseln und danach noch viele Fragen aus dem Publikum zu beantworten.

„Summa summarum“- ein äußerst informativer, gelungener Abend in einem wunderschönen Ambiente.

Text und Bilder: Alois Rumpf