Zum Inhalt springen

Führungswechsel beim BZV St. Stefan/Stainz

Führungswechsel nach 27 Jahren Obmannschaft beim BZV St. Stefan

Angekündigt wurde es schon öfters, aber diesmal wurde in der Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtvereins St. Stefan/ Stainz (BZV) , die beim GH „Höllerhansl“- Ganster stattfand der Obmannwechsel vollzogen.

Im Beisein der Bürgermeister OSR Walter Eichmann, Stainz und Stephan Oswald, St. Stefan, des Bezirksobmannes Ernst Langmann, der ehemalige BezObmannStv Hermann Zapfl, dem Wiener Imkermeister Hans Hladiz und rund 60 erschienen Mitglieder eröffnete Obmann Hans Zorn die JH-Versammlung. Er konnte gleich eingangs von zahlreichen Aktivitäten des bezirksstärksten BZV berichten, die u. a. das beliebte Imkerkränzchen, den „Tag des offenen Bienenstockes“ (der in Hinkunft aus Kostengründen nur mehr alles zwei Jahre stattfindet), dem Tages-Bildungsausflug nach Kärnten- zur Carnica Biene, sowie der Ambrosius Imkermesse- bestens vorbereitet durch Viktor Binder. Starke Völkerverluste gab es wiederum durch die Varroa Milbe. Stolz ist er darauf 80 aktive Imker als Mitglieder zu haben, vier wurden bei der JH-Versammlung neu aufgenommen: Die beiden Brüder Imkermeister Erwin Daim und Forstmeister Andreas Deim aus Wien- „geworben“ durch Johann Hladiz- Johann Pignitter und Manuela Weik. Nach dem exakten und positiven Kassabericht von Andreas Weichhard – dessen   (sowie des Vorstands) Entlastung nach Antrag von Willi Kugler  einstimmig angenommen wurde, konnte Wahlleiter Alfred Konrad die Obmannwahl durchführen, die wie die Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder einstimmig verlief.

Das Ergebnis: Neuer Obmann Dipl.Ing.  Peter Freydl (1973) aus Greisdorf, 1. Stv Hans Zorn, 2. Stv Albert Winkler, Kassier Andreas Weichhard, Stv Fritz Trapp, SchrF Renate Vollmaier, St. Fanz Fötsch, Kassaprüfer Willi Klug, Alexander Otter und Brigitte Weber.

Obmann Freydl , Fachlehrer in der LFS Stainz, bedankte sich für diese einstimmige Vertrauen und bezeichnet sich als moderner Imker, der neue Methoden erarbeiten   und neue Wege in der Bienenzucht gehen  möchte.

Sein erster  offizieller Akt als Obmann war es, seinem Vorgänger  als Obmann, der 27 Jahre lang diese Funktion innehatte, zusammen mit dem Bezirksobmann die "Ehrenobmannschaft auf Lebenszeit" zu verleihen.

Er kündigte danach gleich  einen Königinnenzuchtkurs für 22. April in der LFS Stainz an. Bezirksobmann Langmann, der den 9 Vereinen im Bezirk vorsteht hat, wie er meint jedesmal, wenn er nach St. Stefan komme ein richtiges „Aha-Erlebnis“, ist ja der Zusammenhalt vorbildlich. Er kündigte für 31. März – Beginn 9 Uhr – im JUFA die Bezirksversammlung an, wo ein Experte u. a. über „Die Betäubungsleistung der Bienen beim Ölkurbis“ referiert wird. Er stellte  aber auch fest, dass viele ungeschulte Hobbyimker eine Gefahr darstellen- gerade im Bezug auf die Varroa Milbe.

Bgm Eichmann lobte  die jahrelang, tolle Zusammenarbeit mit ExObmann Zorn und lobte ihn, der mit „89 Lebensjahren so gut aussehe, also müssen die Bienen etwas Positives bewirken“. Er wies auf die Verantwortung der Imker für Natur und Leben hin, denn jeder assoziiert zwar dieses Lebensmittel mit „Bienen-Honig-Essen“, aber sieht die Arbeit dahinter kaum. Für den neuen Obmann liege „die Latte hoch“, der auch viel Vertrauen in seine Imker mit sich bringt.

Für Bgm Oswald ist es wichtig, der Bevölkerung noch stärker bewusst zu machen, was Bienen leisten und ihren Lebensraum nicht einzuschränken, sondern u. a. durch Schaffung von Blumenwiesen zu stärken. Lobend führte er aber auch an, dass der Verein- der „sich selbst erhält“ innerhalb von 5 Jahren einen Zuwachs an Mitgliedern von 26 (!) verzeichnen kann. Er wünschte ein „Gutes Honigjahr“, ehe Imkermeister Willi Klug die offizielle Glückwünsche für diese Vielzahl an Auszeichnungen (10!) entgegennehmen konnte.

Ein herzhafte und wohlschmeckendes Höllerhansl-Lammgulasch stärkte die Imker für ihr neues Bienenjahr. Ein kräftiges „Summ-Summ“!

Text und Bilder:

Alois Rumpf