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Über 200 Tegelkrapfen von BS Machater für treue Gäste

Die „Tegelkrapfenformen“ erkalteten am Sonntag, 19. November im BS Machater in Gundersdorf nie – dafür war der Andrang zu groß  -  die Krapfen selbst waren manchmal zwar etwas „verschrumpelt“ und keiner glich dem anderen, schmeckten dafür mehr als vorzüglich.

Und all dies beim traditionellen „Tegelkrapfenessen“ im BS „Florlwirt“ , wobei die Betreiber Maria, Armand, Stephanie und Dominik Machater versicherten dies in Zukunft im BS  jährlich durchzuführen.

Das vielgehütete "Geheimnis" der Produktion des ,,Tegelkrapfens" wird natürlich nie ganz gelüftet, aber Maria Machater, Chefin des bekannten Buschenschankes, verrät doch die Zutaten der seit Jahrhunderten bekannten ,,Tegelkrapfen", die den Gästen als Danke für die Treue offeriert wurden.

Grundsätzlich die Erklärung zum Ausdruck ,,Tegelkrapfen": Diese nennt man deshalb so, weil die Teigmasse in Jahrhunderte alten ,,Tegeln" (Krapfenformen aus Ton) gegeben und in diesen herausgebacken wird. Ton ist deshalb wichtig, weil die Masse im erhitzten Ton einfach besser „aufgeht“. Das Geheimnis besteht allerdings auch darin, wie man die Teigmasse herstellt. Maria Machater dazu: ,,Wichtig ist es einen guten Schmarrenteig mit wenig Mehl und sehr vielen Eiern -keinen Topfen, keinen Schnee - abgestimmt mit Milch zusammenzurühren. Die ,,Tegel" werden mit Butter ausgeschmiert, zu ¾ mit der Masse gefüllt und diese bei ca. 180 Grad gebacken. Wenn sich oben »souffleartig« die Haut gebildet hat, kann man diese mit Marmelade – bei uns mit Isabellatraubenmarmelade- füllen, was den Geschmack der Tegelkrapfen gewaltig erhöht." Ihr ,,Tegelkrapfen-Grund-Mengenrezept" sieht grob so aus, dass bei 10 kg Teigmasse zumindest 5 Liter Milch und 40 Eier drinnen sein sollen.
Ubrigens die ,,Original-Tegeln" für die Krapfen, die immerhin schon an die 200 Jahre alt sind, werden immer rarer, sodass die Buschenschenkerin bereits gezwungen war, bei ihren Nachbarn - den ,,Veitlbauern" - Tegeln für diesen Event auszuleihen, bzw. diese im „Freilichtmuseum Stübing“ nachzukaufen.

Natürlich ließ sich die Buschenschank-Küche auch speziell Deftiges gegen den Hunger und Armand Machater - als Brennmeister- zur Verdauung einen guten Chardonnay-Tresterbrand einfallen. Der Buschenschank geht übrigens von Ende  November bis März 2018 in den wohlverdienten "Winterschlaf".

Text und Bilder: Alois Rumpf