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Gutbesuchte Gemeindeinformationsabende 2018

An drei Abenden wurden St. Stefans  Gemeindebewohner informiert

Bgm Stephan Oswald resümierend: „Es freut mich sehr, dass so viele BürgerInnen aus St. Stefan Interesse an der Arbeit der Gemeinde gezeigt haben und zu den drei Informationsabenden , die im GH Reinbacher, Sommereben, in der NMS St. Stefan und beim BS Geiser in Grubberg, stattfanden   gekommen sind. Viele Themen, u.a. der Umbau der NMS, das geplante Streuobst-Projekt, die Straßensanierungen, der Finanzhaushalt, die Gebühren, ein Jahresrückblick 2018 und vieles mehr wurden von den Obmännern der Fachausschüsse und von mir vorgetragen.“

Er konnte außer den Gemeindebewohnern und Obmännern der Ausschüsse, Gemeindekassier Michael Jeschelnig , GR Wolfgang Wölkart, GR Andreas Schreiner (alle VP)  , 2. VzBgm Gernot Wagner (FP)  , GdeVorstand Peter Kainz (SP)  jeweils auch als Gastreferenten die Vertreter der Steirischen Hagelabwehr mit Obmann Josef Mündler, ObmannStv, Mag. (FH) Michael Kerner und Josef Harrer und die Vertreter der Betreuungsgruppe& Haus der Generationen willkommen heißen.

Obmann Mündler stellte die Steir. Hagelabwehr, die seit 63 Jahren besteht und in Graz stationiert ist, vor. So habe diese zunächst mit Hagelabwehrraketen und in der Folge mit dem „Gas-Brennerbetrieb“ begonnen, ehe eine neue Einsatzerstellung seit dem Jahre 2003 eine kontrollierte Verbrennung mit vier „Heli Air- Cessna 182“  Flugzeugen möglich machen.  Eine Zahl, die für sich spricht: 120.000 Blitze gab es alleine im Juni 2018!            

Mit dem Jahre 2001 wurde eine neue Ära in der Hagelabwehrgenossenschaft eingeleitet. Die bisherigen Hagelbrenner hatten schon ihre Dienste geleistet und mussten erneuert werden. Es stellte sich die Frage: Gibt es überhaupt etwas Neues am Markt zu kaufen?  Auch der Wirkungsgrad der Generatoren und der Verbrauch wurde geprüft und untersucht. Die Steirische Hagelabwehrgenossenschaft entschloss sich eine Firma zu suchen und mit dieser eine neue Generation von Hagelbrennern zu entwickeln. Mit dem Ergebnis, dass in der Brennkammer -AGJ im Eiskanal getestet bei 1196°C - nun eine vollständige Verbrennung (Temperatursensor) stattfindet, und nichts unverbrannt ins Freie gelangt.

Mündler: „Unsere Hagelabwehrflugzeuge sind mit Spezialgeneratoren ausgerüstet. Bei einem Einsatz wird eine 6%ige Silberjodid-Azetonlösung- Silberjodid ist ein helles, desinfizierendes Pulver, welches in Azeton(94%) aufgelöst wird und sehr stark wasseranziehend ist-  verbrannt. Während das Azeton rückstandsfrei verbrennt, werden unzählige Silberjodidkristalle freigesetzt und in die hagelträchtige Gewitterwolke eingebracht. Zu den natürlichen Kondensationskernen wird somit eine Verbindung hergestellt und dadurch die Bildung kompakter Wassermoleküle erreicht. Das Auftreten des so genannten Katastrophenhagels wird somit verhindert. Als Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz gilt der Grundsatz: Zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.“ 

Es gibt dzt. 105 zahlende Mitgliedsgemeinden der Bezirke Graz, Graz-Umgebung, Hartberg, Fürstenfeld, Voitsberg und Weiz sowie Deutschlandsberg- wo alle Gemeinden Mitglied sind außer der MG Stainz.

Mündler über den Einsatz der Hagelabwehrflugzeuge: „Wenn das Wetterradar (in Zusammenarbeit mit ZAMG) oder eine örtliche Bodenbeobachtungsstation ein hagelträchtiges Gewitter meldet, dann starten unsere Flugzeuge, bzw. wird der Einsatz begonnen. Die Flugzeuge vertreiben nicht den Regen! Nein, sondern sie bewirken, dass in der Gewitterwolke ausreichende Kondensationskerne vorhanden sind. Auf die Niederschlagsmenge hat dies keinen Einfluss sondern nur auf die Niederschlagsart.“

 

Obmann des Wegbauauschusses GR Wolfgang Wölkart – „Chef“ über 160 Gemeindestraßenkilometer - berichtete u. a. über die geplante Generalsanierung der Lesteinstraße und Hecher-Kreuzung und dankte vor allem seinen Mitgliedern im Ausschuss Viktor Konrad, Michael Jeschelnig,  Peter Kainz und Martin Hechtl..  

Obmann Bau- und Raumordnung GR Andreas Schreiner konnte u. a.  über Sanierung NMS, Photovoltaikanlage FF Gundersdorf, Umweltinitiative St. Stefan, Streuobstinitiative St. Stefan, referieren.   

„Vertrauen braucht Transparenz“ meinte Gemeindekassier Michael Jeschelnig und verglich eingangs gleich die Steuerkopfquote der 3.539 EW von St. Stefan mit je € 89.—mit der von Lannach – in etwas gleichviele EW- mit € 1.555.-  jährlich. Weitere Zahlen: Sozialhilfeumlage von €537.000.- im Jahre 2013 auf € 695.000.-  gestiegen (Steigerung um 30 %) . Der Verschuldungsgrad der Gemeinde beläuft sich auf 0,93 % , wovon € 400.000.- aus der Ortserneuerung sowie aus Bebauung, Aufschließung und Wasserversorgungseinrichtung bestehen. Die Bewertung der Gemeinde St. Stefan seitens der überprüfenden Teile des Landes ist mit „bester Kategorie“ qualifiziert (nur 97 der 287 Steir. Gemeinden sind „beste Kategorien“-Gemeinden) und auch im Gebührenbereich ist alles „im Lot“.

Schließlich konnte Bgm Oswald von Seiten des „Gemeindechefs“ positiv von der Vergrößerung des Baulandes mit Bebauungsplan und vom Umbau und Sanierung des Schulzentrums eingehend berichten. Probleme sind u. a. zu lösen im Bereich Oberflächenwasser und  der Breitbandversorgung. Die Tennisanlage wird derzeit mit einem Kostenaufwand von ca. €150.000.—grundsaniert , die Eröffnung ist für 13. April 2019 vorgesehen. Der Umzug des Gemeindeamtes wird  nach Fertigstellung des Umbaus in das Gebäude der RAIKA- die sich in die- vom Eingang gesehen- linke Ecke des Gebäudes niederlässt,   erfolgen. Am 5. Mai 2019 – dem Florianitag- wird mit einem „Tag der offenen Tür“ das Haus, das in der Folge die gesamte Gemeindeverwaltung aufnimmt , eröffnet. Bereits am 1. Oktober wurde Johannes Ofner als neuer Mitarbeiter im Verwaltungsbereich der Gemeinde aufgenommen. Alles Gute auch auf diesem Wege!

Im Anschluss an die GdeInfo Abende konnten sich die Gemeindebewohner über das „Haus der Generationen“ durch Sabine Lerch und die Arbeit der „Betreuungsgruppe St. Stefan“ durch Sabine Wölkart  unter dem Titel „Alter geht uns alle an“ eingehend informieren.  

Text und Bilder: Alois Rumpf