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Pfarrer und Dechant KonsRat Friedrich Trstenjak- der jüngste Jubilar

16. Priester- und Ordensjubilaretreffen

„Ich brauche keine Priester mehr“- so war die provokante  Meinung in der Gesellschaft, ehe   Papst Franziskus die Priester- und Ordensleute in die Mitte der Gesellschaft, die bei Vereinigung und Familien vordergründig ist, rückte.

Mag. Leopold Städtler, em. Dompropst, Apostolischer Protonotar hatte beim  16. Priester- und Ordensjubilaretreffen am Freitag, 30. Juni in der Pfarrkirche St. Stefan dieses Thema  in den Mittelpunkt seiner Festpredigt gestellt. 

Zuvor spielte die Musikkapelle St. Stefan unter Obmann Ing. Jürgen Gaisberger , Kplm Heinz Tappler, Stabführer Christian Werber  zum Einmarsch mit dem ÖKB St. Stefan unter Obmann ÖkRat Rupert Stipper – und danach in einem Konzert (bei dem der Stabführer seinen Dirigentenstab kurzfristig an Dechant Trstenjak abgeben musste) auf.  

Der  Festgottesdienst fand in einer wunderbaren Harmonie des  Fuggaberger Singkreises mit Organistin Maria Jocham  statt, wobei jubilierende und nicht jubilierende Priester diesen in Konzelebration   feierten.

Assistiert wurde Mag. Leopold Städtler u. a. auch von Pfarrer Mag. Hans Fuchs, Piber Pfarrer Martin Stieglbauer , Pfarrer Josef Konrad , Pfarrer Fließer und Alt-Pfarrer Alois  Glasner. Pfarrer Kanonikus Franz Neumüller  kam erst etwas später (Gottesdienst in Bad Gams)  dazu.

Nicht dabei sein konnte bei seinem 60-jährigen Priesterjubiläum  KonsRat Franz Schröttner- hingegen waren bei „ihrem 60er“ Prof. Robert Knopper und KonsRat Alois Greiner mit dabei. Ihre 60 jährige  Profess feierte Sr. Reintraud Fließer,  die 50 Jahre Profess Sr. Hildemaria  Schaller.

Geburtstage konnten  Sr. Katharina Hartbauer und Blasius Klug -jeweils 85 Jahre-  und Altpfarrer Gerhard Machata sowie Kanonikus Lorenz Möstl- je 80 Jahre-  und Sr. Hildegund Stepanec- 75 Jahre-  feiern.

Der „Jüngste im Bund der jubilierenden Geistlichen“ ist Dechant und Pfarrer  Friedrich Trstenjak mit  70 Jahren, der im vorigen Jahr sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierte.

Friedrich Trstenjak wurde am 1. Juli 1947 in Bad Radkersburg geboren, verlor mit sieben Jahren seinen Vater und  wuchs in Wernersdorf auf. Mit viel Mühen wurde ein Haus erbaut, er erlernte den Beruf eines Kaufmannes. Aktiv wurde er in der Pfarre Wundschuh bei  Jungschar und Kath. Jugend – als  Lektor übersetzte er damals schon  die „lateinisch“ gelesenen Messen ins deutsche .Im Aufbaugymnasium und im Canisiusheim Horn erlebte und durchlebte er das  II. Vatikanische Konzil , ehe er 1976  zum Priester geweiht wurde.

„Die Emmausgeschichte wurde auch deine Lebensgeschichte – du willst Wegbegleiter sein. Die ersten Kaplansjahre in Straden- strebsam, aber unruhig- Kontakt suchend und auch fündig werdend.“ 1980 kam die erste große Herausforderung. Abt Benedikt Schömicher führte Pfarrer Trstenjak  in sein Amt als Pfarrer in Oppenberg ein. Diese  Herausforderung hat er angenommen- Pfarrverband (PV) mit Lassing und später 1995 kam  auch noch Selzthal dazu.

„Du wurdest ein wertvoller Geistlicher im Pfarrverband. Ein rühriges Männlein, das auch einen heiligen Zorn zeigen konnte – so wird berichtet. Deine Berufung aber konntest du hier ausleben. Unternehmungslustig und leistungsbestimmend. Du hast sichtbare Zeichen in der Obersteiermark hinterlassen. Nicht nur baulich, sondern vor allem in religiöser und bildnerischer Weise.“ Bis 1996 hat er  den PV Lassing-Oppenberg-Selzthal geführt. Ein Jahr Auszeit war ihm danach  gegönnt. 1997 wurde er  zum Pfarrer des PV Kammern - St. Michael bestellt, auch Traboch wurde ihm zugeteilt.

Und im September  2001 hat Trstenjak  die Herausforderung St. Stefan angenommen.

„Berufen – wiederum Neues versuchen und ausprobieren. Mit vielen Ideen bist du zu uns gekommen. Oft wurden diese Ideen nicht verstanden, aber der eingeschlagene Weg wird durchgezogen. Seit 2004 hast du wieder einen PV mit St. Josef i.W.“- so hieß es u. a. seinerzeit bei der Laudatio von Werner Reboll.

Eine Zeit lang war er auch Provisor von Frauental und  zur Zeit von Hollenegg, tätig. Neu dazukam die Administratortätigkeit – zeitlich limitiert- für den PV  Preding-Hengsberg.

Sein Wirken wurde in kurzen Ansprachen von PfarrkichenratsvorsitzendeStv Brigitte Bretterklieber aber auch von Bgm Stephan Oswald sowie dem ÖKB unter Obmann Stipper gewürdigt.

Und nach dem “Großer Gott wir loben dich”, gab es eine lang anhaltende Agape im Arkadenhof der Pfarre, wo jeder Besucher die Gelegenheit hatte, sich auszutauschen, sich von Damen und Herren des Pfarrkirchenrates verwöhnen zu lassen  und bei prächtiger Musik des Musikvereines St. Stefan den lauen Abend zu genießen.

Herzlichen Glückwunsch den jubilierenden Geistlichen an dieser Stelle und noch viele Tage voll erfüllten Lebens!

Text und Bilder: Alois Rumpf