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,,Weg mit dem Tschik - aber richtig- ein Projekt des AWV Deutschlandsberg gegen das achtlose Wegwerfen von Abfällen

Gerade zum richtigen Zeitpunkt- nämlich des Verbotes im Gastronomiebereich zu rauchen- starte der AWV Deutschlandsberg eine nachhaltige Aktion, die hilft die Umwelt sauberer zu halten.

Zigarettenstummel am Weg, in der Natur und neben Mistkübeln prägen oft das Bild unserer heutigen Landschaft. Abgesehen von der Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefährdung, stellen diese ein hochgradiges ästhetisches Problem dar.

Ein Bewusstsein der Raucher hinsichtlich ,,Littering" - das achtlose Wegwerfen von Abfällen - ist wenig bis gar nicht vorhanden. Zigarettenstummel enthalten Teer, Nikotin, Benzol, Formaldehyd, Blausäure und viele Schwermetalle wie Arsen. insgesamt bis zu 4.000 schädliche Stoffe, die in den Boden und das Grundwasser ausgewaschen werden. Ein einziger Stummel verunreinigt zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser. Es dauert 5-12 Jahre bis alle Stoffe eines Zigarettenstummels, der aus Kunststoff gemacht ist, verrottet sind.

Eigentlich müsste jedem Raucher bewusst sein, dass es besser ist, die Zigarettenreste in den Restmüll zu werfen, anstatt in die Umgebung. Verbots- und Gebotsschilder in diesem Bereich zeigen oft wenig Wirkung. Daher soll mit neuen ldeen und Methoden die Sammelquote von Zigarettenstummel gerade in öffentlichen Bereichen (Bushaltestellen, Fußballplätze,... ) erhöht werden.

Gemeinsam mit dem Beruflich Sozialen Kompetenzzentrum Weststeiermark wurden Zigarettenstummel-Behälter aus Metall entworfen, die auf spielerische Weise zum richtigen Handeln anregen sollen. Durch das richtige Entsorgen des Zigarettenstummels nimmt der Raucher/die Raucherin an einer Umfrage teil, indem er sich für eine von zwei Antwortmöglichkeiten entscheidet und den Zigarettenstummel in die die linke oder rechte Einwurföffnung wirft - und somit (un)bewusst richtig entsorgt! Die „Wordraps“  dazu drehen sich um Fußball, Vorzüge beim Essen, das Schilcherland und vieles mehr.

Über zehn solcher Sammelbehälter wurden nun im Bezirk Deutschlandsberg in Stainz, St. Stefan, Eibiswald, St. Martin, Wies und Lannach fürs Erste platziert. Weitere sollen folgen.

Einen der Übergaben erfolgte in der Gemeinde St. Stefan, wo Bgm Stephan Oswald von AWV Obmann Bgm Franz Silly im Beisein von AWV Dlbg. Bediensteten  Erich Prattes ,Silke Grubelnik, Bsc und Maga Beatrice Safran-Schöller  sowie den Herstellern vom  Sozialen Kompetenzzentrum WestStmk mit Klaus Kobale&Delegation  sich über den Erhalt des Sammelbehälters freute, der am Ortsplatz montiert wird.  Weitere Sammelbehälter sind für verschiedene Standorte angedacht:   

Brigitte Sponring hat die entsprechenden „Word Rapsdazu geliefert, die den „Tschikeinwerfer“ zwischen Sanften „Weinbergen oder Tiroler Berge“, „Apfel und Weintrauben“, „Schilcher und RIBES Saft“ sowie zwischen „Genussschilcherwandern und Strand am Meer“ wählen lassen.

Bgm Silly betonte, dass diese Aktion, die allen Gemeinden angeboten wird;  vom AWV Dlbg. mit rund 60 % der Kosten gefördert wird.   

Littering ist in unserer Zeit kein Kavaliersdelikt, sondern im Angesicht unseres Ausbildungs- und Wissensstandes ein grobes Vergehen an der Gesundheit von Mensch und Umwelt. Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel vergiften nicht nur die Umwelt und sind eine Gefahr für Kleinkinder, sondern sind vor allem eine Form der ,,ls-mir-wurscht-Gesellschaft", die so nicht geduldet werden kann. Da aber jeder genau weiß, dass man es nicht tut und wie es richtig geht, ist Aufklärungsarbeit in der althergebrachten Art und Weise nicht wirksam. Die Menschen müssen deshalb mit neuen, subtilen Methoden dazu angeregt werden, das Richtige zu tun.

Text und Bilder: Alois Rumpf